Kirche Woltzeten
Die Kirche in Woltzeten und wurde im Jahr 1727 erbaut. Sie ersetzte eine ältere Kirche, die aufgrund von Baufälligkeit im Jahr 1725 abgerissen wurde. Die Vorgängerkirche stammte vermutlich bereits aus dem 12. Jahrhundert. Obwohl Woltzeten immer zum Pfarramt Canum gehörte, wurde die ältere Kirche vom nahegelegenen Kloster Blauhaus bei Woltzeten geistlich betreut. Nach der Auflösung des Klosters im Zuge der Reformation übernahm das Pfarramt Canum die Gemeindearbeit.

Die Kirche ist ein schlichter Backsteinbau im Stil des Barock. Die Seitenwände wurden nicht verputzt, lediglich die Frontseite erhielt einen weißen Putzanstrich. In die Langseiten wurden jeweils vier große rundbogige Fenster eingefügt. An der westlichen Giebelspitze befindet sich eine Uhr, und der Westeingang ist klassizistisch gestaltet. Das Gebäude wurde ohne Kirchturm konzipiert und verfügt lediglich über eine Geläutanlage über dem Haupteingang. Ein frei stehender Glockenstuhl im Süden des Gotteshauses ist deutlich älter als das Kirchengebäude und weist auf die Existenz der älteren Kirche hin. Die Glocke wurde im Jahr 1813 von Andries Heero van Bergen und Claudius Fremy aus dem Metall der Vorgängerglocke von 1593 umgegossen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die kleine mittelalterliche Glocke, die zuvor durch einen Riss unbrauchbar geworden war, abgeliefert und eingeschmolzen.
Die Inneneinrichtung stammt im Wesentlichen aus dem Jahr 1833, als eine große Renovierung durchgeführt wurde. Aus dem Vorgängerbau ist das Fragment eines Taufbeckens aus Bentheimer Sandstein erhalten, das um 1200 datiert wird und mit drei Friesen verziert ist. Alfred Führer schuf 1956 das kleine Orgelpositiv mit fünf Registern auf einem Manual und Pedal. Der Subbaß 16′ im Pedal wurde von dem Vorgängerinstrument von P. Furtwängler & Hammer übernommen, die im Jahr 1907 die erste Orgel der Kirche bauten. Zu den Vasa Sacra gehört ein Abendmahlskelch aus vorreformatorischer Zeit.
Evangelisch-reformierte Kirche Woltzeten
Dorfgasse 1
26736 Krummhörn
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