Das Titelbild Gemeindebrief - Hier wird ein Luftbild von einer der Gemeinden gezeigt.

"Aber der Engel sprach zu den Frauen:
Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.
Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat."
(Matthäus 28:5-6)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leser*innen!

Ich sitze an meinem Schreibtisch und höre die Nachrichten.

Es herrscht Krieg in Europa, im Nahen Osten und an vielen anderen Orten dieser Welt, von denen wir nichts wissen.

Menschen sind auf der Flucht in vielen Ländern der Welt.

Die Lebenshaltungskosten steigen immer weiter an. Benzin und Heizöl, Gas und Strom und Lebensmittel werden teurer und bringen viele Familien in finanzielle Not.

So viele negative Nachrichten. Das drückt aufs Gemüt. Gibt es auch etwas Positives zu berichten?

Ja – Menschen rücken in Krisen wieder näher zusammen. Erstaunlicherweise sind Unterstützung und Hilfsbereitschaft groß.

Menschen fragen wieder nach Gott, kommen zusammen, um zu beten. Sie bringen ihre Ängste, Sorgen und Klagen vor Gott. Sie werfen ihm vor die Füße, was sie so belastet.

Gerade, wenn wir hilflos sind und uns gelähmt fühlen durch die Ängste und die Sorgen vor einer Ausweitung der Kriege, vor der großen Not in der Ukraine, im Iran, im Gaza-Streifen und anderswo, gelähmt von eigenen Ängsten, wie Einsamkeit, zu versagen, nicht zu genügen oder vor Krankheit und Tod, ist das Gebet eine große Hilfe. Sich Gott bedingungslos anvertrauen und sich in seinen Armen bergen.

Gott kennt das Gefühl der Hilflosigkeit, der Angst, der Gelähmtheit. Er kennt selbst den Tod.

Er hat diese Gefühle durchlitten an den Tagen vor der Kreuzigung und am Kreuz selbst. Sein Kreuz sehe ich in den Gesichtern derer, die in Kellern und U-Bahn-Schächten kauern, in den Gesichtern der erschöpften Frauen und weinenden Kinder, die ihre Männer und Väter an der Grenze zurücklassen müssen – ohne zu wissen, ob es ein Wiedersehen geben wird. Gott lässt sie nicht allein.

Gott hält seine Menschen fest – in jeder noch so ausweglosen Situation. Selbst im Tod wird dieses Band zwischen ihm und uns nicht zerschnitten.
Denn auf die Kreuzigung folgt die Auferstehung! Das feiern wir an Ostern. Das Fest der Liebe und des Lebens.

Bleibt/Bleiben Sie behütet und bewahrt!

Es grüßt Sie und Euch,
Nina Ziegler-Oltmanns

 

Die war die Andacht aus dem Gemeindebrief Nr. 5 - April / Mai 2026 für die Evangelisch-reformierten Kirchengemeinden Campen, Hamswehrum, Upleward, Canum, Freepsum und Woltzeten.

Das Titelbild zeigt den Bezirk Woltzeten (N. Küpper).